Ablösebetrag bei der Bank anfragen


Welche Angaben nötig sind und warum das frühe Anfragen den Verkauf deutlich erleichtert.

Kurz-Checkliste: Diese Angaben braucht die Bank für den Ablösebetrag meist

1. Darlehensnummer / Kreditkonto (ggf. mehrere Verträge) 2. Name(n) der Darlehensnehmer (wie im Vertrag) 3. Objektadresse (genaue Anschrift der Immobilie)
4. Gewünschter Ablösetermin (Stichtag) 5. Aktuelle Restschuld / letzter Kontoauszug (wenn vorhanden – hilft der Bank oft) 6. Kontaktdaten für Rückfragen (Telefon/E-Mail, ggf. bevollmächtigte Person)
Hinweis: Der Ablösebetrag gilt immer zu einem bestimmten Stichtag - weil Zinsen täglich weiterlaufen und sich der Betrag dadurch ändern kann.

Wie Sie den Ablösebetrag rechtzeitig von der Bank bekommen

Wenn beim Hausverkauf noch ein Darlehen läuft, muss die Bank mitteilen, welcher Betrag zur vollständigen Rückzahlung nötig ist. Dieser Betrag heißt Ablösebetrag. Er ist wichtig, weil der Notar die Kaufpreiszahlung erst dann sauber steuern kann, wenn klar ist, welcher Anteil an die Bank geht und welcher Betrag am Ende beim Verkäufer ankommt.

Viele Eigentümer warten mit der Anfrage zu lange, weil sie denken, das erledigt sich automatisch beim Notartermin. In der Praxis dauert die Bearbeitung bei Banken jedoch häufig mehrere Tage oder sogar Wochen, je nach Kreditart und internen Abläufen. Wer den Ablösebetrag früh anfragt, vermeidet Verzögerungen bei der Vertragsvorbereitung und bei der späteren Fälligkeitsmitteilung.

Für die Anfrage benötigt die Bank in der Regel Angaben zum Darlehen und zur Immobilie. Häufig werden die Darlehenskontonummer, der aktuelle Stand der Restschuld, die Objektadresse und ein geplanter Verkaufstermin abgefragt. Manche Banken wollen zusätzlich wissen, ob eine vollständige Ablösung geplant ist und ob der Verkauf über einen Notar abgewickelt wird.

Wichtig ist auch, dass der Ablösebetrag nicht einfach eine einzige Zahl ist. Er kann sich aus der Restschuld, offenen Zinsen, Gebühren und eventuell einer Vorfälligkeitsentschädigung zusammensetzen. Ob und in welcher Höhe eine Vorfälligkeitsentschädigung anfällt, hängt vom Vertrag und vom Zeitpunkt der Ablösung ab.

Sobald der Ablösebetrag vorliegt, kann der Notar die Zahlungsabwicklung so gestalten, dass die Bank zuerst bedient wird und die Grundschuld freigeben kann. Erst danach wird der Restbetrag an den Verkäufer ausgezahlt. Dadurch ist die Abwicklung für Käufer, Bank und Verkäufer rechtlich und finanziell abgesichert.

Häufige Fragen zum Ablösebetrag bei der Bank

Wie frage ich ihn bei der Bank richtig an

Am besten schriftlich mit Darlehenskonto, Objektadresse und geplantem Verkaufstermin.

Wie lange dauert die Berechnung meist

Je nach Bank oft mehrere Tage, manchmal auch ein bis zwei Wochen.

Ist er jeden Tag gleich hoch

Nein, er ändert sich durch Zinsen und den genauen Ablösetag.

Enthält er auch eine Vorfälligkeitsentschädigung

Wenn der Kredit vor Ablauf der Zinsbindung endet, kann sie enthalten sein.

Braucht der Notar ihn zwingend für den Verkauf

Ja, ohne Ablösebetrag kann die Kaufpreiszahlung nicht sauber gesteuert werden.

Was passiert wenn ich ihn zu spät anfordere

Dann verzögert sich oft der Notartermin oder die Kaufpreiszahlung.
Den gesamten Überblick finden Sie auf der Seite: Haus verkaufen trotz Kredit / Restschuld.

Ablösebetrag und Ablauf frühzeitig klären

Wenn Sie den Ablösebetrag früh anfordern, lässt sich der Verkauf meist deutlich reibungsloser abwickeln. Auf Wunsch erklären wir Ihnen, welche Angaben Ihre Bank typischerweise benötigt und wie die nächsten Schritte bis zur Kaufpreiszahlung aussehen.
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